Klinische Psychologie und Psychotherapie

ADHS und Emotionsregulation

Ansprechpartner: Prof. Dr. Anya Pedersen  &  Dr. Dipl.-Psych. Christian D. Wiesner
 

Negative Emotionen wie Angst, Ekel oder Wut haben eine wichtige Signalfunktion für Menschen. Sie versetzen uns in Alarmbereitschaft und signalisieren, dass wir ein Ereignis oder einen Reiz beachten und angemessen darauf reagieren sollten, um negative Konsequenzen zu vermeiden. Genauso wichtig ist die Fähigkeit, Emotionen anschließend wieder runter zu regulieren, um die Ressourcen des Körpers nicht unnötig zu erschöpfen. Bei psychischen Störungen kann die Fähigkeit zur Emotionsregulation beeinträchtigt sein. Mit Hilfe elektrophysiologischer Maße (EEG, ERP) und funktionell bildgebender Verfahren (fMRT) untersuchen wir, wie das Gehirn Emotionen reguliert. Insbesondere interessiert uns dabei, warum Patienten, die unter Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden, damit größere Schwierigkeiten haben, als Gesunde.

 

 

Forschungsprojekte
 
Interferenzkontroll- und Inhibitionsprozesse bei Erwachsenen mit Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung

(DFG gefördert)

 

 

Projektbezogene Publikationen und wissenschaftliche Beiträge
 
Materna, L., Wiesner, C.D., Shushakova, A., Trieloff, J., Weber, N., Engel, A., Schubotz, R., Bauer, J., Pedersen, A. & Ohrmann, P. (2019). Adult patients with ADHD differ from healthy controls in implicit, but not explicit, emotion regulation. Journal of Psychiatry and Neuroscience, 44(5), 340-349. doi:10.1503/jpn.180139 Link
 
Shushakova, A., Ohrmann, P. & Pedersen, A. (2018). Exploring deficient emotion regulation in adult ADHD: Electrophysiological evidence. European archives of psychiatry and clinical neuroscience, 268(4), 359–371. doi:10.1007/s00406-017-0826-6 Link
 
Shushakova, A., Wiesner, C.D., Ohrmann, P. & Pedersen, A. (2018). Electrophysiological evidence of an attentional bias towards appetitive and aversive words in adults with attention-deficit/hyperactivity disorder. Clinical neurophysiology, 129(9), 1937–1946. doi:10.1016/j.clinph.2018.06.019 Link