Klinische Psychologie und Psychotherapie

Depression und Rumination

Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Dominik Mederer Prof. Dr. Anya Pedersen
 

In der Klinischen Psychologie wurde vor allem innerhalb der letzten 10 Jahre verstärkt der Zusammenhang von Rumination („Grübeln“; insb. bei Major Depression) und Sorgen (insb. bei Generalisierter Angststörung) untersucht. Heutzutage werden beide Prozesse unter dem Überbegriff repetitives negatives Denken als womöglich gleicher mentaler Prozess mit unterschiedlicher Ausgestaltung (zeitlich, inhaltlich, Maß der Selbstbezogenheit) subsumiert. Dies ist vor allem bei transdiagnostischen Überlegungen hinsichtlich der Prävention und Behandlung von affektiven Störungen und Angststörungen von großer Relevanz, da durch transdiagnostische Ansätze in Prävention und Behandlung störungsübergreifend positive Effekte erzielt werden könnten. Wir untersuchen die Frage nach der prozessualen Übereinstimmung von Rumination und Sorgen unter Zuhilfenahme bildgebender Verfahren – und betrachten etwaige Zusammenhänge mit unterschiedlichen Coping- und Emotionsregulationsstrategien.

 

 

Forschungsprojekte
 
Neuronale Korrelate von Rumination und Sorgenprozessen
Kooperation mit  Prof. Dr. Patricia Ohrmann, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster
 

Selbstmitgefühl und Affect Labeling als Emotionsregulationsstrategien bei Depressionen

 

 

Projektbezogene Publikationen und wissenschaftliche Beiträge
 

Goebel, S., Mederer, D., & Mehdorn, H.M. (2018). Surgery-related coping in surgery patients with intracranial tumors. World Neurosurgery, 116, e775-e782. doi:10.1016/j.wneu.2018.05.091 Link