Klinische Psychologie und Psychotherapie

Trauma- und Belastungsfolgestörungen

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. Simone Goebel & Prof. Dr. Anya Pedersen

 

Hinsichtlich der Verarbeitung von belastenden Lebensereignissen rückte in der Forschung seit Anfang der 2000er Jahre zunehmend die Bedeutung interpersoneller Faktoren in den Fokus der Aufmerksamkeit. Dabei stehen individuelle Faktoren wie die Art und Weise der Kommunikation über das belastende Ereignis und Umgebungsfaktoren wie ein unterstützendes soziales Umfeld in engem Wechselspiel.

 

 

Forschungsprojekte
 
Die Bedeutung interpersoneller Faktoren nach einem Person-Under-Train Ereignis
 
Die Bedeutung interpersoneller Faktoren nach belastenden Rettungseinsätzen

 

 

Projektbezogene Publikationen und wissenschaftliche Beiträge
 
Köhler, M., Goebel, S. & Pedersen, A. (2019). PTSD severity among emergency personennel: An investigation based on the Ehlers and Clark cognitive model. Psychological Trauma: Theory, Research, Practice, and Policy, 11(6), 677-684 doi:10.1037/tra0000466 Link
 
Köhler, M., Schäfer, H., Goebel, S. & Pedersen, A. (2018). The role of disclosure attitudes in the relationship between posttraumatic stress disorder symptom severity and perceived social support among emergency service workers. Psychiatry Research, 270, 602-610. doi:10.1016/j.psychres.2018.10.049 Link
 

 

 

Trauer

 

Trauer ist ein universelles Phänomen, das zunächst eine natürliche emotionale Reaktion auf Verlustereignisse, wie den Tod einer geliebten Person darstellt. Manchmal halten Trauerreaktionen jedoch so lange an und beeinträchtigen das seelische Befinden und die Funktionsfähigkeit im Alltag so stark, dass psychotherapeutische Hilfe nötig ist. Für diese Menschen wird im neuen Diagnosesystem ICD-11 erstmals die Diagnose der anhaltenden Trauerstörung eingeführt, so dass diese Menschen fachgerechte und zielgerichtete Unterstützung erhalten können. Entsprechende psychotherapeutische Behandlungen werden auch in unserer Hochschulambulanz für Psychotherapie (HPK) angeboten. In diesem Forschungsbereich werden folgende Schwerpunkte vertreten: Erforschung von Risiko- und Schutzfaktoren für die Entwicklung komplizierter Trauerstörungen, Verbesserung der Diagnostik relevanter psychischer Prozesse im Zusammenhang mit Trauerreaktionen, sowie die Identifikation beteiligter Prozesse für die Entstehung und Aufrechterhaltung komplizierter Trauerreaktionen mit Relevanz für die psychotherapeutische Behandlung Betroffener

 

 

Forschungsprojekte
 
Einflussfaktoren auf die Entwicklung pathologischer Trauerreaktionen.
 

Deutsche Adaptation und Validierung von Fragebögen zur Erfassung bedeutsamer kognitiver und behavioraler Prozesse im Rahmen von Trauerreaktionen

 

 

Projektbezogene Publikationen und wissenschaftliche Beiträge

Köhler, M., Goebel, S., Maercker, A. & Pedersen, A. (in press). Disclosure of grief questionnaire (DGQ): Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Erfassung von Kommunikationsmustern nach Trauerfällen. Diagnostica. doi:10.1026/0012-1924/a000236 Link