Klinische Psychologie und Psychotherapie

Behandlungskonzept

Unser Behandlungskonzept

 

Als Einrichtung der Universität bieten wir eine Behandlung an, die am neuesten Stand der Forschung orientiert ist. Grundlage unserer psychotherapeutischen Arbeit ist die kognitive Verhaltenstherapie. Die kognitive Verhaltenstherapie ist das am besten untersuchte Psychotherapieverfahren und ihre Wirksamkeit wurde vielfach wissenschaftlich bestätigt.

Die kognitive Verhaltenstherapie ist ein ganzheitlicher Therapieansatz. Wir berücksichtigen in der Behandlung Informationen aus Ihrer gesamten Lebensgeschichte und beziehen Denken, Fühlen und Erleben, Handeln, körperliches Befinden sowie ihre soziale Lebenssituation in die Diagnostik und Behandlung ein.

Folgende Grundsätze stehen im Mittelpunkt der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Arbeitsweise:

  • Orientierung an Ihren persönlichen Zielen: Was wollen Sie mit Hilfe der Behandlung verändern? Was genau wollen Sie erreichen? Die Behandlungsplanung wird eng an Ihre persönlichen Ziele und Bedürfnisse angepasst.
  • Fokus auf konkrete Schwierigkeiten und Probleme: Die Schwierigkeiten, die Sie zu uns führen, zeigen sich in unseren gemeinsamen Behandlungsstunden, belasten Sie aber natürlich auch und vor allem in Ihrem persönlichen Alltag. Die Therapie ist darauf ausgerichtet, im Hier und Heute eine Linderung Ihrer Beschwerden zu erreichen.
  • aktive Rolle der Patientin/des Patienten: Die Woche hat 168 Stunden – in der Regel verbringen Sie nur eine einzige davon bei uns. Ein wichtiger Bestandteil der Behandlungen sind daher Übungen und Aufgaben, die Sie während der übrigen Zeit der Woche aktiv zu Hause durchführen.

 

 

Ablauf einer Therapie

 

Ihr Weg zu uns

Als erstes nehmen Sie bitte telefonisch (0431-880-6500) oder per E-Mail (hochschul-ambulanz@psychologie.uni-kiel.de) Kontakt zu uns auf und vereinbaren einen Termin für die psychotherapeutische Sprechstunde. Sie können uns auch eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, wir rufen Sie dann zeitnah zurück. Eine Wegbeschreibung finden Sie hier.

 

 

Psychotherapeutische Sprechstunde

In unserer Hochschulambulanz werden vor Beginn einer Therapie Sprechstunden mit Terminvergabe angeboten, die in der Regel von unserer leitenden Psychologin Frau Dr. Simone Goebel durchgeführt werden. Üblicherweise findet die psychotherapeutische Sprechstunde am Donnerstagnachmittag oder am Freitagvormittag statt.

Zur Sprechstunde bringen Sie bitte Ihre Versichertenkarte mit. Sie benötigen keine Überweisung. Informationen zur Anfahrt finden Sie hier.

Ziel der Sprechstunde ist eine rasche Einschätzung darüber, wie Ihre Beschwerden einzuordnen sind: Benötigen Sie eine ambulante Psychotherapie oder ist ein anderes Angebot (z. B. stationäre Behandlung oder Beratung) besser auf Sie zugeschnitten? Besteht eine psychische Störung mit Behandlungsbedarf? Falls ja, informieren wir Sie über unsere erste diagnostische Einschätzung und die Behandlungsmöglichkeiten (z. B. Einzel- oder Gruppentherapie, unterschiedliche psychotherapeutische Verfahren).

Falls eine Behandlung in unserer Hochschulambulanz für Sie nicht in Frage kommt, unterstützen wir Sie bei der Suche nach einem geeigneten alternativen Angebot.

 

 

Diagnostik

Wenn eine ambulante Therapie in unserer Hochschulambulanz möglich ist und für Sie in Frage kommt, folgt eine ausführliche Diagnostik. Hierzu führen wir mindestens zwei und maximal vier Termine („probatorische Sitzungen“) à 50 Minuten durch. Bei Kindern und Jugendlichen und ihren Bezugspersonen können bis zu 6 probatorische Sitzungen stattfinden.

 

 

Therapie

Einzeltherapie

Die psychotherapeutische Einzelbehandlung erfolgt durch eine feste Bezugstherapeutin oder einen festen Bezugstherapeuten. In der Regel finden die Sitzungen einmal wöchentlich statt und dauern 50 Minuten. In Krisensituationen werden gelegentlich Termine in kürzeren zeitlichen Abständen vereinbart; für intensive Übungen können mehrere Einzelsitzungen zu einem längeren Termin zusammengefasst werden. Am Ende der Therapie erfolgt normalerweise ein „Ausschleichen“ der Behandlung, d. h. die Sitzungen finden in größeren Abständen statt.

Psychotherapie für Kinder und Jugendliche

Für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen spielt der Einbezug der Bezugspersonen in der kognitiven Verhaltenstherapie eine wichtige Rolle. Neben Terminen mit dem Kind werden daher üblicherweise auch gemeinsame Sitzungen sowie Termine alleine mit den Bezugspersonen angeboten.

Gruppenangebote

Gruppentherapien können für Ihre Erkrankungen eine alleinige Behandlungsform darstellen. Manchmal werden Gruppen auch vor, nach oder parallel zu einer einzeltherapeutischen Behandlung angeboten. Welches Angebot am besten zu Ihnen passt, wird während der Diagnostik mit Ihnen gemeinsam geklärt. Eine Übersicht über unsere Gruppen finden sie hier.

 

 

Kosten

Die Kosten werden üblicherweise von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Falls Sie gesetzlich versichert sind, bringen Sie bitte Ihre Versichertenkarte jeweils zur ersten Behandlung im Quartal mit.

Falls Sie privat versichert sind, richtet sich die Abrechenbarkeit psychotherapeutischer Leistungen nach Ihrem jeweiligen Vertrag. Sie müssen sich also vor Behandlungsbeginn bei Ihrer Krankenkasse (ggf. zusätzlich bei Ihrer Beihilfestelle) über den Leistungsumfang informieren.

Falls Ihre psychische Erkrankung Folge eines Arbeits- oder Dienstunfalls ist, können Sie sich bei Ihrer Berufsgenossenschaft (BG) informieren, ob diese die Behandlungskosten übernimmt. Erster Ansprechpartner ist dabei i.d.R. Ihr individueller Case Manager.

Falls Sie Ihre Behandlungskosten selbst tragen möchten, ist auch dieses möglich. Die Kosten richten sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).

 

 

Forschung und Lehre

Die Hochschulambulanz ist für Forschung und Lehre nach § 117 SGB V zugelassen. Wir behandeln mit dem Ziel der fortlaufenden wissenschaftlichen Weiterentwicklung psychotherapeutischer Behandlungsverfahren und der Verbesserung der akademischen Ausbildung von Psychologinnen und Psychologen. Einen Überblick über die wissenschaftlichen Studien, die aktuell an der Hochschulambulanz durchgeführt werden, finden Sie hier.