Klinische Psychologie und Psychotherapie

Spezialambulanzen

Wir verfügen in unserer Hochschulambulanz über eine Reihe spezialisierter Angebote.

 

Hirntumore

Die Diagnose und medizinische Behandlung eines Hirntumors stellt eine besondere Belastungssituation für Betroffene und ihre Angehörigen dar. In unserer Spezialambulanz verfügen wir über ein Behandlungsangebot, welches der Komplexität der Erkrankung gerecht wird. Hierzu zählen:

  • die neuropsychologische Diagnostik und Behandlung von Veränderungen in kognitiven Funktionen (z. B. Gedächtnis, Aufmerksamkeit)
  • psychoonkologische Diagnostik und Unterstützung, welche sich besonders auf die Folgen einer Tumorerkrankung bezieht (z. B. Angst vor erneutem Tumorwachstum oder Umgang mit einer veränderten Belastbarkeit)
  • psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung komorbider psychischer Störungen (z. B. Depression oder Angststörungen)
  • Angehörigen-, Paar- und Familiengespräche

 

Die Hirntumor-Spezialambulanz wird geleitet von: Frau PD Dr. Simone Goebel

 

Neuropsychologie

Veränderungen in neuropsychologischen Funktionen treten bei einer Vielzahl von neurologischen Erkrankungen oder psychischen Störungen auf. Zu diesen Veränderungen zählen z. B. eine verringerte Belastbarkeit, Gedächtnisstörungen oder Schwierigkeiten in der Handlungsplanung. 

In unserer Spezialambulanz bieten wir eine ganzheitliche neuropsychologische Diagnostik an. Hier berücksichtigen wir neben kognitiven Aspekten auch emotionale und soziale Faktoren. Unser Behandlungsangebot beinhaltet im Moment insbesondere die Therapie von Aufmerksamkeitsstörungen (siehe auch Psychotherapeutische Behandlung).

 

Die Spezialambulanz wird geleitet von: PD Dr. Simone Goebel

 

Psychoonkologie

Die Diagnose und medizinische Behandlung einer Krebserkrankung stellt eine besondere Belastungssituation für Betroffene und ihre Angehörigen dar. Patienten können infolgedessen komorbide psychische Störungen entwickeln (z. B. Depressionen oder Angststörungen), welche bei uns in der Ambulanz psychotherapeutisch behandelt werden. Daneben gibt es eine Reihe möglicher krebsspezifischer Belastungsfaktoren, für welche wir Begleitung und Unterstützung anbieten. Hierzu zählen z. B die Angst vor erneutem Tumorwachstum, der Umgang mit einer verringerten Belastbarkeit oder Veränderungen in sozialen Rollen und Beziehungen. Auch neuropsychologische Veränderungen (z. B. Störungen in den Bereichen Aufmerksamkeit oder Gedächtnis) können in die Behandlung einbezogen werden. Schließlich bieten wir auch Beratung und Unterstützung von Angehörigen an.

 

Die psychoonkologische Spezialambulanz wird geleitet von: PD Dr. Simone Goebel

 

Verhaltensmedizin

Psychische und Verhaltensfaktoren spielen auch bei vielen körperlichen Beschwerden und Erkrankungen eine Rolle: z. B. bei anhaltenden Schmerzen und Erschöpfung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündungskrankheiten, Diabetes, etc. So beeinflussen Stress und psychische Belastungen die Entwicklung und den Verlauf körperlicher Erkrankungen. Umgekehrt wirken sich die körperlichen Beschwerden wiederum auf die Psyche aus. Chronisch körperlich erkrankte Patienten haben daher ein erhöhtes Risiko, auch psychisch zu erkranken. Unser Ziel ist es,  Menschen mit körperlichen Erkrankungen und/ oder stressbedingten körperlichen Beschwerden zu unterstützen. So kann eine Verschlimmerung der Erkrankung verhindert werden, ein angemessener Umgang mit den Beschwerden gelernt werden, und nicht zuletzt auch eine Steigerung der Lebensqualität erreicht werden.

 

Verantwortlich für die verhaltensmedizinische Spezialambulanz ist: Dipl.-Psych. Sara Parpart

 

ADHS/ADS im Erwachsenenalter

AD(H)S wird als Abkürzung für die sogenannte Aufmerksamkeitsdefizit-(/Hyperaktivitäts-)Störung verwendet. Menschen mit ADHS fühlen sich häufig innerlich stark angespannt und getrieben, haben Schwierigkeiten in der Alltagsorganisation und der längeren Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit oder können Gefühle schlecht kontrollieren.

Erst seit 2003 ist auch in Deutschland anerkannt, dass die Störung, die im Kindesalter beginnt, bei einem Teil der Betroffenen im Erwachsenenalter fortbesteht. Manchmal wird sogar im Erwachsenenalter erstmals erkannt, dass eine AD(H)S vorliegt. Die Behandlung laut Leitlinien beinhaltet psychotherapeutische Interventionen, bei schwer betroffenen Patienten kann auch eine medikamentöse Behandlung erwogen werden. In unserer Ambulanz bieten wir eine fundierte Diagnostik der AD(H)S sowie psychotherapeutische Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung an.

 

Verantwortlich für die AD(H)S Spezialambulanz ist: Dipl.-Psych. Solveig Störmer